Corona-Fälle in Deutschland ziehen deutlich an – Bayern knackt 50.000er-Marke

Die Corona-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem: Mehr als 15 Millionen Menschen haben sich bisher mit dem Coronavirus infiziert, 203.624 davon in Deutschland. Die USA melden nahezu täglich neue Rekordzahlen. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Corona-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Essen meldet deutlichen Anstieg bei Corona-Fallzahlen (10.14 Uhr) +++ Corona-Sorge in Spanien wächst (08.01 Uhr) +++

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Corona-Studie: Aerosol-Konzentration im Büro höher als im Kino

10.31 Uhr: Die Konzentration der für die Übertragung von Corona-Viren relevanten Aerosole ist in Kinosälen deutlich geringer als in einem Büroraum. Zu diesem Ergebnis kommt eine der Deutschen Presse-Agentur vorliegende Studie des Hermann-Rietschel-Instituts der Technischen Universität Berlin für den Hauptverband Deutscher Filmtheater HDF Kino. Wird im Kino nur geatmet, liegt die Zahl der eingeatmeten Aerosole selbst bei einem Film mit Überlänge noch deutlich unter der in einem Büro, in dem gesprochen werde. Das hängt laut Studie auch mit der Lüftungsart in den Kinos zusammen.

Der Verband HDF Kino fordert deswegen, die Abstandsregelung von 1,50 Metern zu reduzieren, da die Sicherheit der Besucher gewährleistet sei. Nur wenn Kinos ihre Kapazitäten erhöhen können, werde es mehr neue Filme geben, mit denen die Kinos die Krise überleben könnten.

68 Prozent mehr akut Infizierte: Essen meldet deutlichen Anstieg bei Corona-Fallzahlen

10.14 Uhr: In Essen hat es einen starken Anstieg bei den Corona-Fallzahlen gegeben. Das berichtet "Radio Essen". Demnach seien am Freitagmorgen 99 akut Infizierte (aktive Fälle) in Essen gemeldet worden. Wie aus dem Bericht hervorgeht, sind das deutlich mehr Infektionen als in den Tagen und Wochen zuvor. So seien in den vergangenen Wochen lediglich 50 bis 60 akut Infizierte gemeldet worden. Allein zwischen vergangenem Dienstag und Freitagmorgen seien jedoch 40 akut Infizierte hinzugekommen, berichtet "Radio Essen" weiter. Das entspricht einem Anstieg der aktiven Fälle um fast 68 Prozent.

Corona-Sorge in Spanien wächst: "Könnte sein, dass wir bereits eine zweite Welle haben"

08.01 Uhr: Der Anstieg der Corona-Neuinfektionen bereitet im einstigen Pandemie-Hotspot Spanien immer mehr Sorgen. Binnen 24 Stunden seien 971 neue Ansteckungsfälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend in Madrid mit. Das sind 241 mehr als am Vortag und sogar 442 mehr als am Dienstag. Die meisten Neuansteckungen gab es im Nordosten des Landes, und zwar in den Regionen Aragonien (415) und Katalonien (182).

"Es könnte sein, dass wir bereits eine zweite Welle haben", räumte die Sprecherin der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), María José Sierra, ein. Sie betonte aber: "Wie man das nennt, ist völlig egal. Wenn die größeren Neuausbrüche schnell unter Kontrolle gebracht werden, haben wir die Situation weiter im Griff." Comunidad De Madrid/Europa Press Arbeiter entladen Pakete mit einem Teil der insgesamt 82 Tonnen medizinischen Materials

Sierra betonte, bei den Neuinfektionen handele es sich vorwiegend um Fälle "mit nur leichten Symptomen". Das Durchschnittsalter der Betroffenen liege bei 45 Jahren. Nach Angaben der Behörden sind neben Saisonarbeitern der Landwirtschaft vor allem Besucher von Nachtlokalen und Teilnehmer von Privatpartys betroffen.

Mit mehr als 270.000 nachgewiesenen Infektionen und über 28.400 Toten ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder Europas. Nach Angaben der Behörden ist die Lage aber seit vielen Wochen unter Kontrolle. Clara Margais/dpa

WHO: Baldige Ausrottung des Virus unwahrscheinlich

07.02 Uhr: Die WHO hat die Erwartungen gedämpft: Die Weltgesundheitsorganisation glaubt nicht daran, dass sich Corona bald ausrotten lässt. "Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben“, sagte Nothilfekoordinator Mike Ryan am Donnerstagabend in Genf. „Wir werden in absehbarer Zukunft nicht in der Lage sein, das Virus zu beseitigen oder auszurotten.“ Die Menschen müssten lernen, mit dem Virus zu leben und zu einer neuen Form der Normalität finden. Gleichzeitig appellierte die WHO an die Länder alles im Kampf gegen das Virus zu tun und alle Maßnahmen einzusetzen. Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa Das Logo der Weltgesundheitsorganisation

Nächster Corona-Ausbruch in China

06.22 Uhr: In der nordostchinesischen Stadt Dalian wurden erstmals seit 111 Tagen neue Infektionen festgestellt. Gemeldet wurden zwei neue Erkrankungen sowie 15 Infektionen, bei denen keine Symptome erkennbar waren. Die Behörden ordneten an, Kindergärten zu schließen. In betroffenen Gebieten der Stadt sollten zudem Corona-Tests bei möglichst vielen Menschen durchgeführt werden. Wohngebiete, für die ein Lockdown verhängt wurde, sollen mit Lebensmitteln versorgt werden. China hat das Coronavirus bereits seit Monaten weitestgehend unter Kontrolle. Auf lokale Ausbrüchen in verschiedenen Landesteilen wird in der Regel mit strengen Maßnahmen reagiert.

Die Behörden hatten zuvor bereits in der fernwestlichen Region Xinjiang eine "Kriegslage" erklärt, um einen dortigen Corona-Ausbruch einzudämmen. Es habe dort 17 bestätigte Fälle gegeben, 23 Infektionen ohne Symptome, und 269 Menschen hätten am Sonntagmorgen noch unter Beobachtung gestanden. In Xinjiangs Hauptstadt Urumtschi wurde am Donnerstag ein Lockdown verhängt. Flüge, U-Bahn- und Eisenbahnverkehr wurden eingestellt.

Trump sagt Nominierungsparteitag in Florida wegen Corona-Pandemie ab

06.00 Uhr: Wegen der stark steigenden Corona-Fallzahlen in den USA fällt der für Ende August geplante Nominierungsparteitag der Republikaner in Florida aus. US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, es sei nicht die richtige Zeit, um einen "großen, überfüllten Parteitag" abzuhalten. 

Trump begründete die Absage mit Sicherheitserwägungen. "Ich konnte die Medien hören, wie sie sagen würden: 'Oh, das ist sehr unsicher'", sagte der Präsident. Es sei heikel für die Regierung, Großveranstaltungen abzuhalten, während die Bevölkerung zum Abstandhalten aufgerufen werde. Die Regierung wolle mit der Absage "ein Zeichen setzen".  dpa/Evan Vucci/AP/dpa Wird nicht in Florida bei einer Großveranstaltung gekürt: US-Präsident Donald Trump.

Parteiveranstaltungen würden in den kommenden Wochen "in irgendeiner Form online" stattfinden, sagte Trump. Seine offizielle Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Republikanischen Partei werde bei einem "kurz gehaltenen Treffen" der Delegierten in North Carolina erfolgen.

Ursprünglich geplant war Trumps offizielle Nominierung zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten beim Parteitag vom 24. bis 27. August in Jacksonville im Bundesstaat Florida. In dem südlichen Bundesstaat steigen die Corona-Zahlen derzeit wieder rapide an. Landesweit wurden in den USA bis Donnerstag mehr als vier Millionen Infektionsfälle bestätigt.

Schwere Panne bei der Corona-App: Warn-Funktion automatisch auf „Aus“ geschaltet

21.05 Uhr: Bisher gab es mehrheitlich positive Resonanz auf die Corona-App der Bundesregierung. Dieses Image erhält jetzt einen schweren Dämpfer. Die Warn-Funktion des Corona-Melders soll nach Medienangaben wochenlang nicht richtig funktioniert haben. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Betroffen davon sind offenbar Smartphones der Marken Samsung und Huawei – wo es seit der Einführung der App vor fünf Wochen Probleme gab. CHIP Online Corona-Warn-App: So funktioniert das Frühwarnsystem

Da die App permanent im Hintergrund Daten von Kontakten sammelt und Abgleiche mit anderen Smartphone-Nutzern in der Nähe durchführt, verbraucht diese Aktion einiges an Strom. Deshalb war die permanente Hintergrundaktualisierung der App bei Millionen von Handys mit dem Android-Betriebssystem automatisch auf „Aus“ geschaltet – solange die App nicht geöffnet war. Heißt: In dieser Zeit konnte die App auch keine Warnung herausschicken.

Ein Sprecher des Robert-Koch-Instituts räumte gegenüber der Zeitung ein: „Der automatische Abgleich im Hintergrund wurde von einem Teil von Android-Smartphones unterbunden.“

Doch der Fehler soll mittlerweile behoben sein, betonte das Gesundheitsministerium auf „Bild“-Anfrage: In der seit Mittwoch bereitgestellten Version 1.1.1 trete das Problem nicht mehr auf. Über einen Schieberegler im Programmpunkt „Priorisierte Hintergrundaktivität“ lasse sich die App dauerhaft aktivieren.

Das Gesundheitsministerium erklärte zudem am Abend, das Problem sei seit längerem bekannt und auch Thema in den Fragen-und-Antworten (FAQ) der App. Dort sei erklärt, wie sich die Hintergrundaktualisierung aktivieren lasse. Zugleich betonte die Behörde, dass die App "zu jeder Zeit" funktioniert habe. Bestimmte Android-Geräte hätten aber verhindert, dass Apps dauerhaft im Hintergrund laufen. "Das gilt nicht nur für die Corona-Warn-App, sondern für alle Apps auf diesen Smartphones." Die Warn-App tausche aber auch ohne diese Hintergrundaktualisierung anonyme Codes mit anderen Smartphones aus.

TOP-NEWS: 674 neue Fälle: Infektionen ziehen wieder an – Bayern knackt Corona-Marke

20.22 Uhr: Die Zahl der neuen positiven Corona-Tests in Deutschland betrug am Donnerstag 674. Damit gab es nun mittlerweile 203.624 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten hierzulande stieg um 6 auf 9075. Der R-Wert stieg leicht von 0,89 auf 0,93. Alle Bundesländer meldeten neue Covid-19-Fälle. dpa/Peter Kneffel/dpabild Hunderte Menschen sonnen sich neben der Isar, auf der Brücke stehen Polizisten.

Bayern durchbrach heute die 50.000er-Marke und hat nun 50.045 offizielle Infektionen zu vermelden – 87 mehr als Mittwoch. Die meisten Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden hatte erneut Nordrhein-Westfalen mit 248 weiteren Corona-Fällen zu verzeichnen.

Die Zahl der aktiven Fälle liegt derzeit bei 5.549 – das sind 270 mehr als noch am Vortag.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 36.741 (1839 Todesfälle)
  • Bayern: 50.045 (2615 Todesfälle)
  • Berlin: 8893 (222 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3533 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1736 (55 Todesfälle)
  • Hamburg: 5274 (230 Todesfälle)
  • Hessen: 11.534 (516 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 826 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 14.130 (648 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 46.615 (1721 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 7382 (238 Todesfälle)
  • Saarland: 2812 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5501 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1977 (63 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3299 (155 Todesfälle)
  • Thüringen: 3326 (182 Todesfälle)

Gesamt (Stand 23.07.2020, 20.09 Uhr): 203.624 (9075 Todesfälle)

Vortag (Stand 22.07.2020, 20.35 Uhr): 202.950 (9069 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 189.000.

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei 5549.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,93 (Stand 23.07.20)

Kritische Marke durchbrochen:  2000 Corona-Neuinfektionen in Israel

19.14 Uhr: In Israel sind erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 2000 Neuinfektionen an einem Tag registriert worden. Das Gesundheitsministerium teilte am Donnerstag mit, am Vortag seien 2033 Fälle gemeldet worden – ein Rekordhoch. Ein Wert von 2000 Neuinfektionen pro Tag gilt als Marke für noch schärfere Einschränkungen bis hin zu einem kompletten Lockdown. dpa/Abir Sultan/POOL EPA/AP/dpa Mit US-Vertretern habe er „über die Frage der Souveränität gesprochen, an der wir in diesen Tagen arbeiten, und an der wir in den kommenden Tagen weiter arbeiten werden“, sagt Regierungschef Benjamin Netanjahu.

Mitte Mai hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen noch im zweistelligen Bereich gelegen. Nach raschen Lockerungen schnellen die Zahlen jedoch seit Ende Mai in die Höhe.

Insgesamt wurden in Israel bislang mehr als 57 450 Sars-CoV-2-Infektionen registriert. Aktive Fälle gibt es derzeit mehr als 33 000, davon sind 302 Personen schwer erkrankt. 440 Menschen sind in Israel bislang nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

TOP-NEWS: WHO-Chef Tedros wehrt sich gegen Korruptionsvorwürfe – und wettert gegen die USA

18.40 Uhr: Der Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich persönlich gegen neue, von Medien transportierte amerikanische Attacken verwahrt. "Eine der größten Gefahren ist die Politisierung der Pandemie", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag in Genf. Das erschwere den Kampf gegen das Coronavirus und die von ihm ausgelöste Krankheit Covid-19. "Covid-Politisierungen sollten in Quarantäne geschickt werden", sagte Tedros. Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Er bezeichnete Vorwürfe, die US-Außenminister Mike Pompeo im Gespräch mit britischen Parlamentariern gemacht haben soll, als "absolut inakzeptabel". Britische Zeitungen hatten über ein Gespräch Pompeos mit britischen Parlamentariern berichtet. Mehrere Teilnehmer hätten bestätigt, dass Pompeo erklärt habe, dass Tedros von China "gekauft" worden sei. Er berufe sich auf Geheimdiensterkenntnisse, soll Pompeo gesagt haben.

Die WHO werde sich nicht von ihrem Fokus auf die Eindämmung des Virus ablenken lassen, sagte die amerikanische WHO-Epidemiologin Maria van Kerkhove. Sie sprach Tedros ebenso wie Nothilfekoordinator Mike Ryan das volle Vertrauen aus. "Wir sind stolz, die WHO zu sein", sagte Ryan. "Wir werden der Welt weiter dienen, egal, was gesagt wird."

Die USA werfen der WHO vor, die Gefahr durch das Virus auf Geheiß Chinas anfangs heruntergespielt zu haben. Sie haben deshalb ihren Austritt aus der WHO verkündet. Kritiker sagen, US-Präsident Donald Trump wolle damit von seinem eigenen Krisenmanagement ablenken.

Zahl der Corona-Infektionen in Restaurant in Berlin-Mitte steigt

18.37 Uhr:  In einem Restaurant, in dem nach Angaben des Bezirks Mitte Corona-Vorschriften missachtet wurden, haben sich mindestens 13 Gäste mit dem Coronavirus angesteckt. Am Abend des 10. Juli waren drei positiv getestete Personen aus Münster zu Gast im Restaurant "Mio", wie das Bezirksamt Mitte am Donnerstag mitteilte. Bei der Nachverfolgung wurden weitere Kontaktpersonen ermittelt. "Das Personal des 'Mio', das zu der Zeit im Restaurant gearbeitet hat, wurde nach Hause geschickt und wird durch das für sie zuständige Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt."

Das Gesundheitsamt Mitte arbeite mit anderen Gesundheitsämtern auch außerhalb Berlins zusammen. "Inzwischen gibt es 13 bestätigte Fälle, die Ermittlungen dauern an." Dem Gesundheitsamt sei unabhängig von den Kontaktpersonen mitgeteilt worden, dass in dem Restaurant ohne Einhaltung der Abstandsregelungen getanzt und gefeiert worden sei, so das Bezirksamt weiter.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat an die Hauptstadt-Gastronomen appelliert, sich an die Regeln zur Kontaktnachverfolgung zu halten. "Das ist eine Regel, die in der Gastronomie verpflichtend umgesetzt werden muss. Ich erwarte auch vom Verband der Hoteliers und Gastronomen, dass solche Regeln ernstgenommen und auch durchgesetzt werden", sagte Müller (SPD) am Donnerstag dem Sender 105'5 Spreeradio.

Corona-Tests an Berliner Flughäfen wohl ab kommender Woche

16.15 Uhr: An den Berliner Flughäfen werden Reiserückkehrer aus sogenannten Risikogebieten voraussichtlich ab kommender Woche auf das Coronavirus getestet. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller am Donnerstag an. "Wir sind schon seit vergangener Woche im Gespräch mit der Flughafengesellschaft und koordinieren aktuell, wo und ab wann wir die Teststellen für die Rückkehrer aus RKI-Risikoländern in Tegel und Schönefeld installieren", sagte der SPD-Politiker. "Unser Ziel ist es, dass wir zu Beginn der kommenden Woche dort Covid-19-Teststellen anbieten können."

Mindestens 184 Reiserückkehrer haben sich im Ausland mit Corona angesteckt

13.07 Uhr: Seit Mitte Juni sind dem Sozialministerium 1259 Covid-19-Fälle gemeldet worden – mindestens 184 Menschen davon haben sich vermutlich im Ausland infiziert. Mit 59 Fällen seien die meisten auf eine mögliche Infektion in Serbien zurückzuführen, sagte ein Sprecher der Behörde in Stuttgart am Donnerstag. 28 Fälle könnten mit dem Kosovo in Verbindung gebracht werden, 16 mit Bosnien und Herzegowina und 13 mit Kroatien. Insgesamt gab es rund 30 mögliche Infektionsländer. imago images/Chris Emil Janßen

Das Auswärtige Amt hatte die Reisewarnungen für die meisten EU-Mitgliedsstaaten, den Schengen-Raum und Großbritannien seit dem 15. Juni aufgehoben. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über die Zahlen berichtet.

Neun Familienmitglieder in Weimar infiziert – insgesamt gibt es 11 Fälle in der Stadt

12.42 Uhr: In Weimar sind neun neue Corona-Fälle aufgetreten. Alle Neuinfizierten gehören zu einer Familie, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Damit habe sich die Gesamtzahl der aktuell Infizierten in der Stadt auf elf erhöht. Die Neuinfektionen waren am Mittwochabend durch das Labor bestätigt worden. Angesteckt haben sich die Neuinfizierten den Angaben zufolge vermutlich durch einen Besucher der Familie. Er sei aus einem anderen Bundesland nach Weimar gereist. Das Gesundheitsamt sucht derzeit die Kontaktpersonen der Infizierten. In Deutschland wird derzeit über Coronatests für Reiserückkehrer diskutiert. Dabei geht es konkret um Flugreisende. dpa/Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB Proben für Corona-Tests werden für die weitere Untersuchung vorbereitet.

Corona-Ausbruch in Berliner Bar – Offenbar missachtete Betreiber Vorschriften

12.18 Uhr: In der Berliner Bar am Alexanderplatz, in der sich mehrere Gäste mit dem Coronavirus angesteckt haben sollen, sind laut dem Bezirk Mitte Corona-Vorschriften missachtet worden. "Das Restaurant muss jetzt mit einem Bußgeld rechnen", teilte das Bezirksamt am Donnerstag mit. In dem Lokal soll demnach eher eine Party als normaler Restaurantbetrieb stattgefunden haben. Mit dem Abend des 10. Juli im "Mio" unter dem Fernsehturm stehen zehn bekannte Corona-Fälle in Verbindung, wie der Bezirk am Mittwoch bekanntgab.

Die Liste mit den Kontaktdaten der Gäste sei "unvollständig und fehlerhaft", teils hätten Gäste falsche Namen und Adressen angegeben, erklärte der Bezirk. Auch an die Maskenpflicht abseits der Tische hätten sich die Gäste nicht gehalten. Wie viele Menschen sich am betreffenden Abend dort aufhielten, sei unklar. "Rund 1200 Personen passen in die Räumlichkeiten und es soll an diesem Abend ziemlich voll gewesen sein." Entsprechend hatte sich der Bezirksbürgermeister von Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), im "Tagesspiegel" geäußert.

Unter den Infizierten sind laut Bezirk Berliner und Menschen aus anderen Städten. Die Gegend rund um Fernsehturm und Alexanderplatz ist bei Touristen beliebt. Wer sich an jenem Abend zwischen 21.00 Uhr und 3.00 Uhr im Innen- oder Außenbereich des Lokals aufgehalten hat, wurde gebeten, sich mit dem Gesundheitsamt Berlin Mitte oder dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen.

Jetzt mehr als drei Millionen Corona-Fälle in Europa

10.47 Uhr: Laut Nachrichtenagentur AFP gibt es in Europa inzwischen mehr als drei Millionen Corona-Fälle. Italien, Spanien und Frankreich gelten als europäische Länder mit den meisten Infizierten. Laut Johns Hopkins University sind weltweit rund 15,2 Millionen Corona-Fälle bekannt, allein auf die USA entfallen aktuell über vier Millionen Covid-19-Fälle.

Familie aus Corona-freier Stadt reist nach Mallorca – jetzt sind alle infiziert

10.28 Uhr: Seit mehr als drei Monaten hatte es in Cottbus keine neuen Corona-Fälle gegeben – nun hat sich gleich eine vierköpfige Familie mit dem Virus infiziert. Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, war das Ehepaar mit seinen zwei Töchtern am Sonntag von einem Aufenthalt auf der spanischen Insel Mallorca zurückgekehrt. Die Insel gilt aktuell nicht als Risikogebiet. Die Familie war demnach am Sonntag nach Nürnberg geflogen und dann mit dem Auto nach Cottbus gereist. Nach ihrer Rückkehr habe einer der Arbeitgeber einen routinemäßigen Test veranlasst, der positiv ausfiel.

Die gesamte Familie befinde sich derzeit in Quarantäne, ebenso die bereits ermittelten Kontaktpersonen, teilte die Stadt weiter mit. Die Familienmitglieder zeigten derzeit keine Symptome. Eine Rückverfolgung von weiteren Kontakten dauere an.  

Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle in der zweitgrößten Stadt Brandenburgs auf 43 (Stand: 10.00 Uhr). Insgesamt befinden sich derzeit 33 Personen in Cottbus in häuslicher Quarantäne (Stand: 21.07.2020, 13 Uhr). Die Mehrzahl sind nach Angaben der Stadt Studenten, die aus ihren Heimatländern und -regionen zurückgekehrt sind, sowie andere Reiserückkehrer und einzelne Personen, die Kontakt zu Infizierten hatten.

Wegen Corona: Friseur schneidet Haare mitten im Central Park

09.26 Uhr: In der Corona-Krise bietet ein findiger Friseur in New York nun seine Dienste unter freiem Himmel im Central Park an. Mit einem Stuhl und einem Koffer voller Haarschneide-Utensilien ausgerüstet steht der 32-jährige Herman James, der normalerweise in einem Friseursalon arbeitet, mit Maske unter einer mit Pflanzen überwachsenen Pagode an der Westseite des berühmten Parks in Manhattan bereit. Auf den ersten Kunden habe er gerade einmal zehn Minuten warten müssen, als er den Platz Mitte Mai erstmals eingenommen habe, sagte James der Deutschen Presse-Agentur. Christina Horsten/dpa

Inzwischen hat der Friseur, auch weil bereits zahlreiche Lokalmedien über ihn berichteten, meist eine lange Schlange wartender Kunden neben sich. Den Haarschnitt bietet James auf Spendenbasis an. Die Friseursalons in der Millionenmetropole sind zwar seit einigen Wochen wieder geöffnet, in der stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Stadt trauen sich aber viele Menschen noch nicht wieder, dort hineinzugehen.

Australischer Bundesstaat zahlt Verdachtsfällen Geld für Selbstisolation

Donnerstag, 23. Juli, 08.42 Uhr: Im australischen Bundesstaat Victoria erhalten Menschen, die während sie auf ihr Corona-Testergebnis warten, es sich aber nicht leisten können, Krankenurlaub zu nehmen, jetzt einen staatlichen Zuschuss. Das berichtet der britische „Guardian“. Demnach habe der Bundesstaat angekündigt, den Betroffenen eine Pauschale von 300 australischen Dollar zu zahlen. Das sind rund 185 Euro.

Victorias Premierminister Daniel Andrews sagte, dass der Bundesstaat Schwierigkeiten habe, das Virus einzudämmen, weil viele Menschen trotz Symptomen weiter zur Arbeit gingen. Mit dem staatlichen Zuschuss hätten sie keine Ausrede mehr, sich nicht zu isolieren.

Laut „Guardian“ verzeichnete Victoria zuletzt mit 403 Neuinfektionen den dritthöchsten Wert seit Beginn der Pandemie.


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