"Musik machen hält unser Gehirn wach": Hirschhausen trifft Star-Geiger Daniel Hope

Daniel Hope: Meine Großmutter hat immer gesagt: „Musik hat eine heilende Kraft.“

Eckart von Hirschhausen: Deine Großmutter hatte recht. Die geheime Kraft der Musik steckt in den Wiegenliedern. Was machen Mütter überall auf der Welt? Sie singen für ihre Kinder. Welche Kraft darin steckt, lässt sich bei Frühchen beobachten: Wenn Kinder zu früh geboren werden, haben sie eine Urangst, ein Gefühl von Alleinsein, ohne diese Wärme aus dem Mutterleib um sich herum. Auf der Intensivstation der Charité bringt bei einem Projekt meiner Stiftung „Humor hilft Heilen“ eine Musiktherapeutin den Müttern bei, für ihre Kinder zu singen. Ganz einfache Melodien, am besten aus der eigenen Kultur. Man sieht, wie Herz- und Atemfrequenz runtergehen, die Kinder sich beruhigen. Victor Hugo hat gesagt: „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ Dieses Verständnis beginnt in einer Phase, in der wir noch gar keine Worte kennen – aber Musik offenbar schon.

Bei einem Auftritt in der Alten Oper in Frankfurt wurde ich an einen Herzmonitor angeschlossen – die Daten wurden fürs Publikum direkt auf einem Bildschirm sichtbar. Als dann eine sehr schwere Stelle kam und ich ins Schwitzen geriet, ging mein Puls nach oben und der Blutdruck sowieso. Das heißt, der menschliche Körper reagiert direkt auf Musik, vor allem wenn man sie selbst spielt.

Daniel Hope, geboren 1973 in Durban (Südafrika), begann mit vier Jahren, Geige zu spielen, und studierte am Royal College of Music in London. Ein wichtiger Mentor und Lehrer war Yehudi Menuhin, mit dem er über 60 Konzerte spielte. Daniel Hope setzt sich für zeitgenössische Musik ein und versteht sich als „musikalischer Aktivist“ – als Vermittler für Musik. Mit seinen Projekten will er Brücken zwischen Nationen, Religionen und Generationen bauen. Regelmäßig lädt der mit vielen Preisen ausgezeichnete Violinist Gäste aus Politik und Kultur ins Konzerthaus Berlin zum „Berliner Salon“ ([email protected]).

Auf alle Fälle. Teile des vegetativen Nervensystems sind nicht bewusst steuerbar, du kannst nicht sagen: „So, ich möchte jetzt, dass mein Herz schneller schlägt.“ Es gibt aber auch angenehmen Stress, also wenn der Gänsehauteffekt bei Passagen auftritt, die du besonders magst. Gibt es bei Mendelssohn, einem deiner Lieblingskomponisten, Stellen, auf die du dich jeden Abend neu freuen kannst?

Ja. Man hofft natürlich, dass das Publikum mitgeht und es nicht passiert wie einmal bei einem Konzert in London, bei dem ich eine Schostakowitsch- Sonate gespielt habe, sehr anspruchsvoll und sehr dramatisch. Ich habe alles gegeben, und dann kam in der ersten Reihe … (macht Schnarchgeräusch).

Ein Zeichen tiefster Entspannung! Zurück zur Gänsehaut. Warum machen Menschen überhaupt Musik? Das bringt ja keinen evolutionären Vorteil. Aber im Gegensatz zu anderen Genüssen kann Musik uns immer wieder glücklich machen. Was ist deine Lieblingssüßspeise?

Schokolade.

Eine tolle Mousse au Chocolat kann uns vielleicht drei Löffel lang wirklich erfreuen. Fünfmal hintereinander gegessen, nutzt sich das sehr schnell ab. Wenn du ein gutes Musikstück hörst, kannst du mehrere Abende daran Freude haben, auch noch mit deutlich über 80 – im Gegensatz zu Sex.

Was würde passieren, wenn man einem kleinen Kind von Geburt an nicht harmonische Lieder vorsingen würde, sondern Töne, die eine völlig andere Relation haben?

Welche Musik du magst, liegt maßgeblich an deiner Hörerfahrung: Wenn dieses Kind, das du dir gerade vorstellst, mit diesen Klängen angenehme Gefühle verbindet, ein Ambiente, bei dem es Liebe erfährt, dann könnte es auch andere Tonfolgen lieben lernen. Das ist ja das Spannende an deinem Album „East Meets West“, bei dem du mit indischer Musik experimentierst und Menschen mit anderen Klangwelten in Berührung bringst. Erst mal klingt es total fremd. Dann hört man es dreimal und mag es. Wie lange hat das bei dir gedauert?

Mein Gehör zu trainieren, so zu zählen, hat zwei Jahre gedauert. Die rhythmische Auseinandersetzung ist völlig anders als die mit der klassischen Musik der westlichen Welt. Wir sind gewohnt, den Takt in zwei, drei, vier zu zählen, manchmal in fünf und sechs, und, wenn es richtig kompliziert wird, sieben oder acht. Aber in der indischen Musik geht man bis 19 oder 22, in sehr schnellem Zeitabstand. Was ich dich fragen wollte: Wir hören ein Lied jahrelang nicht, plötzlich läuft es im Radio, und man weiß sofort: Ich war an dem Tag mit dieser Person zusammen, und das ist passiert. Wie kommt dieser Trigger-Effekt zustande?

Laufen

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Musik trifft am Verstand vorbei ins Herz. Der Neurophysiologe würde sagen, sie triggert das limbische System, wo Belohnungen und Angst reguliert werden, aber auch Entspannung, Freude und alle anderen schönen Dinge – und deshalb können diese Erinnerungen auch sehr viel tiefer gespeichert werden. Wir verbinden mit dem Soundtrack unseres Lebens die großen ersten Erfahrungen. Wer erinnert sich an seinen ersten Kuss? Die allermeisten. An den 37.? Das weiß man nicht mehr so genau. Gerade die Musik, die wir in der Pubertät hören, zwischen 15 und 25, brennt sich tief in unser Gedächtnis ein. Weil wir in dieser Zeit viele Dinge zum ersten Mal machen. Oft erlebst du mit einem bestimmten Musikstück eine neue Welt. Dein Lehrer und Mentor Yehudi Menuhin, du hast ihn deinen „musikalischen Großvater“ genannt, hat versucht, dir zu verbieten, zu jung schon bestimmte Stücke zu spielen.

Er war dafür, dass man so früh wie möglich alles spielt und nicht bei den großen Meisterwerken das Gefühl entwickelt: „Jetzt kann ich es.“ Denn das ist der Anfang vom Ende. Er wollte, dass man möglichst schnell viele Erfahrungen macht und dann ein Stück ganz langsam erarbeitet, zurücklegt und wieder ausprobiert.

Wie ist es für dich, wenn du eine Aufnahme hörst, die du vor 20 Jahren gemacht hast?

Manchmal ist es grauenvoll. Manche Interpretationen ändern sich so gewaltig, dass man das Stück nicht wiedererkennt. Simon Rattle hat einmal gesagt: „Aufnahmen sind wie Kinder.“ Also, man freut sich enorm, wenn sie da sind. Aber man freut sich noch mehr, wenn sie wachsen. Eine Aufnahme ist ein Schnappschuss, das Beste, was du in diesem Moment bringen kannst.

In meinem letzten Buch habe ich mich mit der zweiten Lebenshälfte beschäftigt. „Die bessere Hälfte“ heißt die Idee, dass es nach einer sehr stressigen Phase in der Mitte des Lebens bergauf geht und viele Dinge einem im Alter mehr Freude machen als in der Jugend. Als der Ältere darf ich dich das fragen: Bist du schon über den Zenit, Daniel?

Ich hoffe nicht! Ich habe noch immer eine grenzenlose Freude an der Musik, an allem, was ich höre und neu kennenlerne, Künstler, die mich neugierig machen. Du hast gesagt, dass man Musik auch nutzen kann, um ein Trauma zu heilen.

… „Hirschhausens stern Gesund Leben“. Das Heft gibt es ab sofort am Kiosk oder hier zu kaufen.

Themen im Heft:

Musik hat die Kraft, Gefühle zu synchronisieren. Und das gibt es in allen Varianten – positiv wie negativ. Das ist auch, glaube ich, einer der traurigen Gründe, warum in Deutschland die öffentliche Gesangskultur mundtot gemacht wurde. Weil viele Leute mit Volksliedern den Missbrauch der Nazis verbinden. Dabei sind diese Lieder viel älter. Die können ja nichts dafür, was man mit ihnen anstellt. Natürlich kann Musik auch mit schrecklichen Dingen verbunden werden, wenn Kinder, die gar keine Lust haben, Geige zu üben, dazu gezwungen werden, weil sie überehrgeizige Eltern haben. Ein Freund von mir, Felix Gaudo, ist Clown und Humortrainer geworden. Bei seinem besten Sketch scheitert er grandios mit lauter unmöglichen Arten, Geige zu spielen. Entstanden ist der, weil seine Eltern unbedingt wollten, dass er ein Instrument lernt. Felix hat dann in seinem Zimmer sein Geigeüben auf Kassette aufgenommen und den Rekorder angemacht, damit die Eltern glauben, er übe.

Mit meinem Freund Ikki, mit dem ich mir im Internat ein Zimmer geteilt habe, habe ich etwas Ähnliches gemacht: Wir haben uns auf den Boden gelegt, die Geige genommen, Comics gelesen und nur die Seiten gestrichen. Es klang scheußlich, aber immerhin hörte die Aufseherin, wenn sie vorbeikam, dass etwas passiert, und ließ uns in Ruhe. Da fällt mir ein: Ich habe gelesen, dass die CIA teilweise als Foltermethode Musik von Britney Spears eingesetzt hat – 20 Stunden lang haben die volle Pulle Britney Spears gespielt, bis die Gefangenen quasi …

… alles gesagt haben.

Nichts gegen Britney Spears, aber dass man Musik quasi als …

… als Waffe …

… benutzen kann.

Es gibt tatsächlich die Möglichkeit, Menschen mit hochfrequenten oder ganz tiefen Tönen zu quälen. Das ist furchtbar. Umgekehrt gibt es tolle Erfahrungen, wie Musik Schmerzen lindert und zum Beispiel Parkinsonpatienten hilft. Wenn diese Menschen, die wie eingefroren sind, Musik hören, können sie plötzlich mit dem Rhythmus wieder laufen. Der Musikmediziner Eckart Altenmüller in Hannover hat Patienten, die einen Schlaganfall hatten, beigebracht, selber Musik zu spielen. Nun kannst du denen auch in der Physiotherapie sagen: „Bitte heben Sie zehnmal am Tag Ihren Arm, das ist gut für Sie“, aber das macht keiner. Wenn du aber einen Computer einsetzt, mit dem Patienten dirigieren können und dabei Töne erzeugen, motiviert das unglaublich. Ich habe mich für meine Sendung „Quiz des Menschen“ ins MRT gelegt um den Effekt von Tanzen auf mein Gehirn zu zeigen. Ich habe ein Bild vorher gemacht und nach zehn Tanzstunden. Da konntest du wirklich sehen: Da war mehr Licht an. Musik zu machen und Musik in Bewegung umzusetzen sind die wirkungsvollsten Dinge, um unser Hirn wach zu halten und so mit Freude Demenz zu verhindern. Wir zahlen unglaublich viel Geld für relativ wirkungslose Medikamente, statt 30 Jahre vorher den Menschen einen Tanzkurs zu spendieren. Wie ist es bei dir?

Ich tanze gerne.

Paartanz, oder willst du einfach ausflippen?

Eher Pop.

Also Freestyle. In Tanzkursen ist typischerweise Frauenüberschuss. Meine Vermutung: Wir Männer hassen es, in Gegenwart von anderen Männern nicht gut auszusehen. Da ist immer so ein Pedro im Kurs, der kann schon alle Figuren. Und die Frauen sind auch noch so unsensibel, uns darauf hinzuweisen: „Du, der Pedro, der führt so gut. Bei dem weiß man immer, was als Nächstes kommt. Der kann sogar Figuren, die hatten wir noch gar nicht.“ Da kommen dann sehr schnell Knieprobleme oder andere Ausreden. Der Ausweg ist Einzelunterricht. Wir Männer müssen aufholen, weil die Frauen meistens viel mehr koordinative Sportarten wie Ballett gemacht haben. Ich kann nur sagen: Macht Tanzkurse! Tanzen ist neben Tischtennis das Beste für Hirn und Lebensfreude.

Du hast Demenz erwähnt, und ich weiß, du hast viel dazu recherchiert.

Für eine Reportage für die ARD war ich drei Tage in einem Altenheim für demenziell Erkrankte. Und dort haben wir den Leuten ihre Musik aus der Jugend vorgespielt. Jetzt kann man nicht alle alten Menschen, wie es oft in Altenheimen passiert, mit Peter Alexander bedröhnen, in der Annahme, dass alle Peter Alexander gemocht haben. Mein Vater zum Beispiel hat sehr früh in seinem Leben lieber Jazz gehört. Du kannst nicht einer Generation einen Sound vorschreiben. Wir hatten einen Patienten dort, er war Rolling- Stones-Fan, der konnte sich kaum noch bewegen. Aber als er „I can’t get no satisfaction“ auf die Ohren bekam, fing er an, mit dem Fuß zu wackeln. Das hatte der ewig nicht gemacht! Nur weil wir von schwer demenziell erkrankten Menschen wenig von außen mitkriegen, dürfen wir nicht automatisch annehmen, dass in ihrem Inneren nichts mehr los ist. Sondern es ist interessant zu gucken, gibt es einen Weg, über Inseln der Biografie das Gedächtnis zu wecken oder zu aktivieren. Deshalb unterstütze ich das Projekt „Music and Memory“, bei dem mithilfe von Angehörigen eine Playlist des Lebens erstellt wird: Musik, zu der ich geknutscht oder die ich selber mal gespielt habe.

Fantastisch. Ich habe als 13-Jähriger meine ersten Konzerte in Pflegeheimen gespielt, auch teilweise in Gefängnissen.

Die können nicht wegrennen. Hast du auch mal Straßenmusik gemacht?

Ja, als Schüler und Student in London. Das Beste war immer die Weihnachtszeit in der Bond Street. Immer Bach. Am besten zu zweit. Dann gab es ziemlich viel Geld.

Da gibt es diese fantastische Geschichte von Joshua Bell.

Auf seiner neuesten CD stellt Daniel Hope Musik der Belle Époque vor, der Zeit zwischen dem Ende des deutsch-französischen Kriegs 1871 und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914. Mit beliebten Stücken von Massenet, Debussy und Elgar neben selten gehörten Miniaturen von Rachmaninow, Charles Koechlin, Frank Bridge und Komponisten der Zweiten Wiener Schule.

Der berühmte Geiger, der in Washington in der U-Bahn gespielt hat, verkleidet mit einer Baseball- Cap. Die meisten Menschen haben Joshua Bell, für dessen Konzerte man zwei Straßen weiter Hunderte von Dollar bezahlt, nicht erkannt.

Ich habe als Straßenkünstler mit der Zauberei angefangen und mal kurz versucht, mit einem Freund, der Geige gespielt hat, Jazz zu machen. Aber das hat überhaupt nicht funktioniert. Du findest in Deutschland in der Stadt praktisch keinen ruhigen Ort, wo man Musik machen kann. Unsere schönste Zeit hatten wir in Italien. Da gibt es viele Innenstädte, die autofrei sind, wo die Menschen flanieren gehen. Und das ist ja auch Joshua Bell passiert: Die Leute sind so in Eile, dass sie gar nicht merken, was da gerade Grandioses passiert. Die Aufgabe von Kunst ist, die Idee wachzuhalten, dass Dinge einen Wert haben, der sich nicht in einem Preis ausdrücken lässt. Alain de Botton sagt, früher war der Wert einer Sache immer gekoppelt an die Zeit, die man brauchte, um sie herzustellen. Seit wir aber Maschinen haben, können wir auch wertvolle Dinge sehr schnell herstellen – und automatisch haben sie keinen Wert mehr für uns. Das ist ein Denkfehler. Musik wurde auch dadurch entwertet, dass sie permanent reproduzierbar ist. Heute kannst du auf jedem iPhone mehr Musik speichern und hören, als alle großen Komponisten, die du spielst, in ihrer ganzen Lebenszeit. Wenn die Musik hören wollten, mussten sie in die Kirche gehen oder ein Hauskonzert geben. Außerdem vergleichen wir heute automatisch alles mit dem Weltstandard. Diesen Vergleich hatten die Leute früher nicht. Deshalb habe ich die Straßenzauberei so geliebt, weil es viel ehrlicher ist, als Leute in einer Show sitzen zu haben. Die haben schon vorher bezahlt, die kommen und bleiben, weil man nicht einfach so aufsteht und geht. Aber auf der Straße hören die Leute nur dann zu, wenn sie berührt sind. Lass uns dieses Experiment in Köln machen. Ich zeige Kartentricks, und du geigst. Wir gucken, ob irgendwer stehen bleibt.

Aber verkleidet. Dich kennt doch jeder. – Ein Musiker, der uns verbindet, ist Coco Schumann. Er hat gesagt: „Ich bin kein KZler. Ich bin Musiker, der in einem KZ war.“

Ich bin in Berlin-Zehlendorf zur Schule gegangen und habe bei ihm als Jugendlicher Gitarre gelernt. Bekannt wurde Coco Schumann mit Jazz in der Nachkriegszeit. Er hat sich damals eine E-Gitarre bauen lassen – aus Teilen einer Funkausrüstung, die er irgendwo gefunden hatte. Als 15-Jähriger hatte ich überhaupt keinen Plan, was dieser Mann an Zeitgeschichte verkörperte. Erst viele Jahre später hat er das Buch „Der Ghetto-Swinger“ geschrieben, und ich habe erst 20 Jahre später kapiert, bei wem ich zwei Jahre lang Gitarrenunterricht hatte. Für die ZEIT habe ich ein Interview mit ihm gemacht – das letzte, das er gegeben hat. Ich darf an dieser Stelle sagen, bei allem Respekt, er war ein lausiger Gitarrenlehrer, weil er an der klassischen Gitarre überhaupt kein Interesse hatte. Er sagte: „Ich zeige dir mal, was man noch mit dieser Gitarre alles so machen kann.“

Kennst du seinen Trinkspruch?

Nein.

Für einen Film über ihn waren wir gemeinsam in Theresienstadt. Das war natürlich für ihn sehr schwierig und für uns alle sehr emotional. Am Ende sagte Coco: „So, ich brauche jetzt einen Drink.“ Wir sind in eine Kneipe gegangen und haben einen Schnaps genommen. Als wir gerade anstoßen wollten, habe ich ihn angeschaut und „Cheers“ gesagt. Er hat seinen Kopf geschüttelt und gesagt: „Nathan.“ Ich fragte: „Nathan?“ Und er sagte: „Ja, Nathan Prost!“ Das war seine Art, mit der Vergangenheit abzuschließen. Und dann erzählte er, wie er an der Mauer ein Mädel geküsst hat. Er erzählt diese Geschichte über Theresienstadt, wo Tausende von Menschen ermordet wurden! Er hat immer den Humor gefunden, um weiterzumachen – vielleicht heilt Humor ja wirklich alles, vielleicht sogar mehr als Musik.

Humor ist überhaupt nichts Oberflächliches. Humor ist nicht weglachen, sondern ein Akzeptieren, was ist. Karl Valentin sagte: „Wenn es regnet, freue ich mich, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“ Ich verrate jetzt auch noch, warum ich eigentlich Gitarre gelernt habe. Ich wollte Frauen beeindrucken. Du auch mit deiner Geige, oder?

Klar! Ich würde sagen, wenn wir in der U-Bahn auftreten, bringst du die Gitarre mit.

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